Werner Merkel während der Diskussionsrunde im Parlamentsausschuss
DDIV e. V. unterstützt den Aufbau in Weißrussland zum deutschen Standard der Immobilienverwalter - VEGIS Immobilien wurde Gründungsmitglied und ist somit nun auch international tätig
DDIV e. V. unterstützt den Aufbau in Weißrussland zum deutschen Standard der Immobilienverwalter - VEGIS Immobilien wurde Gründungsmitglied und ist somit nun auch international tätig
Im Rahmen eines dreijährigen Projektes wird der DDIV e.V., zusammen mit der Internationalen Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) in Berlin, dem Weißrussischen Institut für Qualifizierung und Managerausbildung in Minsk, belarussischen Wohnungseigentumsverwaltern sowie der Russischen Verwalter Association aus St. Petersburg, die nachhaltige Entwicklung der Wohnungsverwaltung in Weißrussland (Belarus) unterstützen. Während eines einwöchigen Aufenthaltes in Minsk, bei dem sich Werner Merkel über den derzeitigen Stand der Wohnungseigentumsverwaltung informierte, wurde am 17.02.2010 in Minsk der internationale Verband „Internationaler Association für Immobilienverwaltung“ gegründet.
Für die ersten drei Jahre wurde Werner Merkel, gemäß der Besonderheit der Satzung, zu einem der beiden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Ihm steht vor Ort ein weiterer Vorstandsvorsitzender, der Institutsleiter der BNTU (Belarussische Nationale Technische Universität), Herr Direktor Viktor Petrowitsch Iwanow, zur Seite.
Aufgrund der Internationalität des Verbandes brachte Herr Merkel die VEGIS Immobilien noch als Gründungsmitglied ein, um ihr hier auch die Möglichkeit zu geben, sich international bekannt zu machen.
Mit der Gründung des Internationalen Verbandes sollen vor allen Dingen der Informationsaustausch und die Professionalität der Wohnungseigentumsverwaltung gefördert werden. Aktuell beträgt die Wohnungseigentumsquote in Belarus 84,6 %. Allerdings konnte bislang eine qualifizierte WEG-Verwaltung erst ansatzweise entwickelt werden. Zu den vordringlichen Aufgaben gehört das Organisieren eines Ausbildungsgangs für Immobilienkaufleute und Führungspersonal. Dieser ist nach neuesten deutschen und europäischen Standards aufgebaut. Bislang gibt es eine solche Ausbildung in Belarus nicht. Das Präsidium des DDIV e. V. hatte Herrn Werner Merkel beauftragt die Partnerschaft federführend zu begleiten.
Besonders bemerkenswert war das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien an dem Thema der Wohnungsverwaltung und des Know-how-Transfers aus den westeuropäischen Ländern. Dies merkte Herr Werner Merkel daran, dass sich sowohl das Staatsfernsehen durch ein Interview genauso an der Informationspolitik beteiligte, wie das Radio und die Presse. Das Russische Parlament bat sofort nach Gründung zu einem gemeinsamen Gespräch, unter Führung der Ständigen Ausschussvorsitzenden des Parlamentes für Wohnungswirtschaft, Frau Poljanskaja, um mit Herrn Merkel die grundlegenden Probleme und Ansätze zur gesetzlichen Veränderung zu besprechen. Eine besondere Auszeichnung wurde ihm zuteil, als er die Gelegenheit erhielt vor einer 40-köpfigen Zuhörerschaft über die deutsche Wohnungseigentümerverwaltung zu sprechen. Daran nahm ein Vertreter der Verwaltungsakademie beim Präsidenten der Republik Belarus, Herr Rektor Dr. A. N. Morosez teil. Dieses Institut bildet zukünftige Minister und Staatssekretäre der Belarussischen Regierung aus. In diesem Haus wird durchaus darüber nachgedacht, einen Lehrstuhl für Immobilienwirtschaft einzurichten.
Werner Merkel während der Diskussionsrunde im Parlamentsausschuss
v. l. Werner Merkel (Präsidiumsmitglied des DDIV e.V.) und Viktor Petrowitsch Iwanow (Institutsleiter der BNTU)